Ratgeber

Campingausrüstung: Was beim Camping wirklich sinnvoll ist

Camping & Outdoor◷ ca. 6 Min.

Wer Campingferien plant, kennt das Problem: Zwischen „Das brauchen wir unbedingt“ und „Warum haben wir eigentlich drei Taschenlampen und keinen Regenschutz dabei?“ liegt manchmal nur ein schlecht gepackter Kofferraum.

Dabei braucht es für gelungene Campingferien nicht möglichst viel Ausrüstung. Entscheidend ist, dass sie zur Reise, zum Reiseziel und zu den geplanten Aktivitäten passt.

Ob gemütliche Ferien auf dem Campingplatz, Wanderungen in den Bergen, Velotouren oder ein Tag am See – mit einigen gut ausgewählten Ausrüstungsstücken ist man deutlich flexibler unterwegs.

AUSRÜSTUNG · OUTDOOR · GLOBETROTTER

Passende Ausrüstung für deine Campingferien

Ob Wandern, Velotour, Navigation oder ein Tag am Wasser: Hier findest du direkt die passenden Ausrüstungsbereiche bei Globetrotter.

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Erst überlegen, dann ausrüsten

Bevor die ersten Taschen gepackt werden, lohnt sich ein Blick auf die eigenen Ferienpläne.

Wer zwei Wochen auf einem Campingplatz am See verbringt, braucht eine andere Ausrüstung als jemand, der vom Campingplatz aus täglich Bergtouren unternimmt. Auch Wetter, Jahreszeit und Höhenlage spielen eine Rolle.

Für die meisten Campingreisen lässt sich die Ausrüstung deshalb in drei Bereiche einteilen: Dinge für den Campingplatz, persönliche Outdoor-Ausrüstung und Ausrüstung für geplante Aktivitäten.

Je klarer vorher feststeht, was während der Ferien tatsächlich unternommen werden soll, desto weniger unnötiges Gepäck reist mit.

Gute Outdoor-Bekleidung macht einen Unterschied

Beim Camping verbringt man viel Zeit draussen. Entsprechend schnell können Sonne, Wind, Regen und Temperaturwechsel zum Thema werden.

Bewährt hat sich das Zwiebelschalenprinzip: mehrere dünnere Kleidungsstücke, die je nach Wetter kombiniert werden können. Eine leichte Funktionsschicht, eine wärmende Zwischenschicht und eine wetterfeste Aussenschicht decken viele Situationen ab.

Besonders wichtig ist eine gute Regenjacke. Selbst bei einer ausgezeichneten Wetterprognose kann ein Regentag kommen – und spätestens beim Aufbau des Vorzelts möchte niemand feststellen, dass die einzige wasserdichte Jacke zu Hause hängt.

Für aktive Campingferien lohnt es sich daher, Outdoor-Bekleidung nicht nur nach Optik, sondern vor allem nach Einsatzgebiet auszuwählen.

Schuhe passend zu den geplanten Touren

Auf dem Campingplatz reichen häufig bequeme Freizeit- oder Trekkingschuhe. Sobald Wanderungen oder anspruchsvollere Wege geplant sind, sieht die Sache anders aus.

Gute Wander- oder Trekkingschuhe sollten zum Gelände passen, ausreichend Halt bieten und vor allem richtig sitzen. Neue Schuhe sollten möglichst nicht erst am ersten Ferientag mehrere Stunden getragen werden.

Für leichte Spaziergänge braucht es keinen schweren Bergstiefel. Umgekehrt sind einfache Sneaker für steinige Bergwege ebenfalls keine optimale Wahl.

Wer vor den Ferien bereits weiss, welche Touren geplant sind, kann das Schuhwerk entsprechend auswählen.

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Ein Tagesrucksack gehört fast immer dazu

Auch wenn das gesamte Feriengepäck bequem im Auto, Wohnmobil oder Wohnwagen Platz findet, ist ein guter Tagesrucksack während der Reise Gold wert.

Für Wanderungen, Stadtbesichtigungen, Velotouren oder Ausflüge sollte er genügend Platz für Getränke, Verpflegung, Regenjacke, Sonnenschutz und persönliche Dinge bieten.

Praktisch sind Modelle mit angenehmem Tragesystem und mehreren Fächern. Wer längere Wanderungen plant, sollte zusätzlich auf eine gute Rückenbelüftung und passende Einstellmöglichkeiten achten.

Der grösste Rucksack ist dabei nicht automatisch der beste. Für Tagesausflüge ist ein kompakter, gut sitzender Rucksack oft angenehmer als ein halb leerer Trekkingrucksack.

Navigation: Smartphone ja – aber nicht blind darauf verlassen

Das Smartphone ist für viele Reisende längst Karte, Reiseführer und Navigationsgerät in einem.

Für normale Ausflüge reicht das häufig völlig aus. Bei längeren Wanderungen oder Touren in weniger erschlossenen Gebieten sollte man sich jedoch nicht ausschliesslich darauf verlassen.

Offline-Karten sind sinnvoll, wenn unterwegs kein Mobilfunkempfang vorhanden ist. Eine Powerbank kann verhindern, dass die Navigation ausgerechnet auf halber Strecke endet.

Bei anspruchsvolleren Touren können spezielle GPS-Geräte oder Outdoor-Uhren eine interessante Ergänzung sein.

Entscheidend ist weniger, welches Gerät verwendet wird, sondern dass die Route vor dem Start bekannt ist und man weiss, wie man im Notfall zurückfindet.

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Kleine Ausrüstung, grosser Nutzen

Einige Gegenstände brauchen kaum Platz und erweisen sich unterwegs erstaunlich häufig als nützlich.

Dazu gehören unter anderem:

  • Stirn- oder Taschenlampe
  • Trinkflasche
  • Powerbank
  • Sonnen- und Regenschutz
  • kleines Erste-Hilfe-Set
  • Taschenmesser oder Multitool, sofern am Reiseziel erlaubt
  • leichte Sitzunterlage
  • wiederverwendbare Taschen oder Packsäcke
  • eventuell Wanderstöcke für entsprechende Touren

Hier gilt besonders: Nicht alles wird auf jeder Reise benötigt. Die beste Campingausrüstung ist diejenige, die tatsächlich zum eigenen Ferienprogramm passt.

Wassersport direkt beim Campingplatz

Campingplätze an Seen, Flüssen oder an der Küste bieten oft ideale Möglichkeiten für Aktivitäten auf dem Wasser.

Je nach Reiseziel können Kajak, Kanu oder Stand-up-Paddling Teil der Ferien werden. Wer eigenes Material mitnimmt, sollte vorab prüfen, wie es transportiert und am Campingplatz gelagert werden kann.

Bei gemieteter Ausrüstung gelten die Vorgaben des jeweiligen Anbieters. Schwimmwesten und andere Sicherheitsausrüstung sollten selbstverständlich zum Einsatzgebiet passen.

Gerade bei Seen und Küstenregionen können sich Wetter und Wind schnell verändern. Vor einer Tour gehören deshalb auch Wetterlage und örtliche Bedingungen zur Planung.

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Ausrüstung fürs Velofahren

Velos gehören auf vielen Campingplätzen fast schon zum Inventar. Sie eignen sich für kurze Wege, Ausflüge und längere Touren in der Umgebung.

Wer das eigene Velo mitnimmt, sollte neben Helm und geeignetem Schloss auch an Reparaturmaterial, Beleuchtung und gegebenenfalls Navigation denken.

Bei längeren Touren sind Trinkflasche, Wetterschutz und eine kleine Tasche für Werkzeug und persönliche Gegenstände sinnvoll.

Für Familien lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die geplanten Strecken. Nicht jede schöne Route ist automatisch für Kinder oder Anhänger geeignet.

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Qualität ist wichtiger als die Menge

Campingausrüstung kann schnell zu einem Sammelhobby werden. Für die Ferien ist das aber selten notwendig.

Einige hochwertige und vielseitig verwendbare Ausrüstungsstücke sind häufig sinnvoller als viele Spezialprodukte, die kaum benutzt werden.

Gerade bei Schuhen, wetterfester Kleidung, Rucksäcken oder sicherheitsrelevanter Ausrüstung lohnt es sich, auf Passform, Funktion und Qualität zu achten.

Bei weniger kritischen Dingen darf es dagegen durchaus einfach sein.

Das Ziel ist nicht, für jede denkbare Situation ausgerüstet zu sein. Das Ziel ist, unterwegs das dabeizuhaben, was die eigenen Campingferien angenehmer und sicherer macht.

Unser Tipp

Vor jeder Reise kurz überlegen:

Wo fahren wir hin? Was wollen wir dort unternehmen? Welches Wetter ist realistisch?

Aus diesen drei Fragen ergibt sich meist schon ziemlich genau, welche Ausrüstung tatsächlich mit muss.

Und falls nach dem Packen noch Platz im Auto ist: Das bedeutet nicht automatisch, dass noch etwas fehlt. 😉

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